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6 Dinge, die Du beim Kommunizieren beachten solltest

Veröffentlicht am September 06 2019

6 Dinge, die Du beim Kommunizieren beachten solltest

6 Dinge, die Du beim Kommunizieren beachten solltest

Die Industrialisierung hat uns Maschinen beschert, die uns die körperliche Arbeit erleichtern. Das Internetzeitalter hat uns wiederum Techniken beschert, die uns die Kommunikation erleichtern. Email, Slack, Instagram, Facebook, Skype machen die Kommunikation mit Menschen möglich, die weit weg sind, oder mit denen wir sonst vielleicht nie kommuniziert hätten. Aber egal wie viel Technik dazwischengeschaltet ist, es sind immer noch wir Menschen, die kommunizieren - mit all unseren Egos, Erwartungen, Ängsten, Träumen und Hoffnungen. Dabei bleibt es nicht aus, dass es immer wieder zu Missverständnissen kommt, denn wir Menschen haben so unsere Kommunikationsschwierigkeiten. Wenn dann noch sowas wie Instagram oder Email dazwischen geschaltet sind, steigt die Wahrscheinlichkeit für Missverständnisse noch einmal deutlich an. Was also tun, damit wir uns auch in dieser Welt der sozialen Medien richtig verstanden und angenommen fühlen? Kein Problem: es gibt ein paar Dinge, die Du beachten kannst:
  1. Höflichkeit: benutze kultivierte Floskeln der Höflichkeit. Stell dir mal vor, Alexa wäre so programmiert, dass sie nur reagiert, wenn man "bitte" und "danke" sagt, dann würde uns das dazu anhalten, gewisse Grundformen der Höflichkeit beizubehalten und weiterhin zu verinnerlichen. So jedoch trainieren wir uns eine bestimmte Art der befehlhaften Kommunikation an: "Alexa, Licht aus!" "Alexa, spiel das Lied xyz". Das sind teilweise noch nicht mal mehr ganze Sätze, geschweige denn schön formulierter Satzbau. Wenn man jetzt bedenkt, dass wir sind, was wir routinemäßig tun, dann droht durch die moderne Kommunikationstechnik nicht nur unsere Sprache zu verflachen, sondern auch unser Denken. Deswegen: benutze so viel „bitte“ und „danke wie nur irgendwie möglich und behalte ein offenes Herz für deinen Gegenüber!
  2. Nimm dir Zeit: Gib der Kommunikation in deinem Leben eine größere Bedeutung – und zwar, indem du ihr mehr Zeit widmest. Wie erfüllend wir miteinander reden und wie intensiv wir komplexere Emotionen oder Ideen mitteilen können hängt unmittelbar damit zusammen, wie viel Geduld und Zeit wir in dem Moment dafür aufbringen. Wie wichtig ist dir das Ringen um Klarheit und Verständnis? Je komplexer und je emotionaler das Gespräch desto mehr Zeit solltest du dir nehmen. Wenn das Gespräch zu sehr aufheizt, gehe nicht deinem ersten Antwort-Impuls nach, sondern halte einen Moment inne, atme zweimal ein und aus und spüre in dich hinein und frag dich "worum geht es eigentlich?" Dadurch kannst du ein überhitztes Gespräch immer wieder gut auf die Sachebene zurück bringen und das Tempo etwas rausnehmen.
  3. Ausdruck von Emotionen: Emotionen fallen nicht einfach vom Himmel, sondern entstehen in Resonanz zu deinem Gegenüber. Es sind also genau genommen nicht nur deine Emotionen, sondern du teilst sie dir mit dem Verursacher. Der Verursacher sollte also durchaus an dem Effekt seiner Aussage oder Geste beteiligt werden, indem du ihm mitteilst, was das mit dir gemacht hat. Emotionen so genau wie möglich zu spüren und verbal auf den Punkt zu bringen hilft dabei, dich gut mitzuteilen und Missverständnisse aufzulösen. Um das zu trainieren, frag dich öfters mal im Laufe des Tages, was genau du eigentlich gerade fühlst und finde das bestmögliche Wort dafür. Es ist ein Unterschied, ob Du verwirrt oder verunsichert bist, ob Du traurig oder enttäuschst bist. Je genauer Du das beschreiben kannst, desto besser kann Dich Dein Gegenüber verstehen.
  4. Bedürfnisse formulieren: Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Rosenberg nimmt an, dass Konflikte daher rühren, dass wir unser Gegenüber objektivieren. Das heißt, dass wir ein Anspruchsdenken haben, wie der andere sich bitte zu ändern hätte, damit es uns besser geht. Dadurch entstehen Erwartungen, die meistens eher zu Widerständen beim Gegenüber führen, als zu Verständnis. Wir haben also laut GFK kein Recht, Erwartungen zu formulieren. Das was wir aber stattdessen formulieren können, sind unsere Emotionen und Bedürfnisse: In Situation x fühle ich mich Y und wünsche mir Z. Ganz wichtig: Wünsche sind keine Erwartungen! Erwartungen vermitteln das Gefühl, dass einem etwas zusteht. Ein Wunsch signalisiert, dass man sich freut, wenn etwas eintritt, aber wenn es nicht eintritt, dann darf das auch sein.
  5. Hol dir Feedback: Egal wie gut wir kommunizieren – wir werden nie perfekt darin sein, den anderen „blind“ zu verstehen oder seine Gedanken zu lesen. Deswegen ist es sehr hilfreich, sich immer mal wieder Feedback zu holen: „Als ich das gerade gesagt habe, hast Du die Augenbrauen hochgezogen – was wolltest Du damit sagen?“ Es hilft auch immer mal wieder das Gesagte vom Gegenüber zu spiegeln und nachzufragen, ob man den anderen dabei richtig verstanden hat.
  6. Vorsicht bei Kritik: Gerade bei Kritik werden Menschen empfindlich und wenn wir der Kritisierende sind, haben wir häufig die Tendenz, unsere Emotionen mit uns durchgehen zu lassen. Umso wichtiger gerade hier langsam zu sprechen, und die Sandwich Methode zu nutzen. Sandwich-Methode? Dabei sagt man erst, was man alles gut findet und setzt dadurch einen wertschätzenden Kontext für die Kritik (z.B. dass man nicht den ganzen Mensch meint, sondern nur diesen einen Aspekt). Dann kommt die eigentliche Kritik. Hier sollte man so wenig „Du“ und so viel „ich“ wie möglich nutzen. Also keine Analysen, wie man denkt, dass der andere sei oder aus welchem Grund er/sie das gemacht haben könnte, sondern einfach nur das eigene Gefühl beschreiben: „Das hat mich traurig gemacht.“ „Da fühle ich mich ohnmächtig.“ Usw. Sobald der kritische Punkt dann ausgesprochen wurde, kommt wieder etwas positives: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen.“ Und dann vielleicht noch eine Frage zur Überleitung an den anderen: „Was denkst Du?“ oder „Wie siehst Du das?“
Sicherlich gibt es noch viel mehr zu beachten, aber mit diesen Punkten bist Du schon mal ganz gut aufgestellt. Denn wie Watzlawick schon wusste: „Du kannst nicht nicht kommunizieren.“

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