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Abnehmen - alles nur eine Frage der Routine?

Veröffentlicht am Juli 21 2019

Abnehmen - alles nur eine Frage der Routine?

 

Abnehmen

alles nur eine Frage der Routine?

Warum sind Routinen für das Abnehmen überhaupt wichtig? Zunächst einmal: Routinen sind unbewusste Verhaltensmuster, über die wir nicht mehr nachdenken müssen. Das Gehirn spart dadurch Zeit und vor allem Energie. Je automatisierter ein Verhalten ist, desto leichter fällt es uns, es auszuführen. Es gibt gesunde Routinen, wie regelmäßig Zähneputzen, viel Gemüse essen, selber kochen oder regelmäßig Sport machen. Aber es gibt auch ungesunde Routinen, wie zu große Portionen essen, abends vor dem Fernseher versacken, häufig nebenbei knabbern (das s.g. grasen) usw. Routinen können gelernt und verlernt werden und natürlich ist es von Vorteil, möglichst viele gesunde Routinen zu erlernen und die ungesunden zu verlernen.

Vor allem beim Abnehmprozess scheitern viele dabei, gesunde Routinen dauerhaft zu entwickeln und geben meist vorzeitig auf. Denn eine Routine entsteht nicht innerhalb weniger Tage, sondern braucht Wochen und Monate, um sich fest in den Alltag zu etablieren. Die guten Neuigkeiten sind: Es gibt ein paar Tipps und Tricks, die es Dir leichter machen, alte Routinen zu verlernen und neue, gesündere Routinen dauerhaft in Deinen Alltag zu integrieren.

  • Plan neue Routinen so, dass sie gut in Deinen Arbeits- und Lebensalltag passen. Es hilft dabei über überflüssige und unnötige Dinge wie Fernsehen, Instagram oder Facebook nochmal nachzudenken und diese Routinen möglichst zu verringern, um dadurch Platz für die neuen Routinen zu schaffen. Versuche Hindernisse und Ablenkungen zu vermeiden und reibungslose Abläufe zu ermöglichen
  • Schaff dir ein Umfeld wo das richtige zu tun leicht fällt. Und das ungewünschte Verhalten schwer fällt. Zum Beispiel: Nachdem du Fernsehen geschaut hast, leg die Fernbedienung wieder zurück zum Gerät, falte die Decke zusammen und richte die Kissen wieder her und zieh den Stecker raus. Wenn du Fernsehen willst, dann steck den Stecker nur wieder rein, wenn du laut, den Fernsehsender und die Show aussprichst, die du sehen willst - und bis wann. Das macht den Vorgang bewusster und führt dazu, dass Du tatsächlich nur diese eine Sendung schaust. Wenn du gerne weniger Süßes essen möchtest, halte keine Vorräte, leg dir immer nur kleinste Portionen auf einen kleinen Teller, verpack den Rest wieder ordentlich und räum alles wieder in die schwerst zu erreichende Schublade, die du in deiner Wohnung finden kannst.
    Wenn du dein Smartphone weniger nutzen willst, dann leg es in einen anderen Raum und schalte es aus. Frag dich immer, wie du dein Umfeld so verändern kannst, dass du widerstände für erwünschtes Verhalten verringern und für unerwünschtes Verhalten erhöhen kannst.
  • Unterbrich ungesundes Verhalten sobald du es bemerkst. Wenn du einen langweiligen Film siehst, schalt ihn aus, wenn du isst, obwohl du keinen Hunger mehr hast, steh auf, pack es sofort weg und habe einen „Plan B“ parat. z. B. einen Tee machen, oder Spazieren gehen.
  • Wenn du ein neues Verhalten integrieren willst, starte mit möglichst kurzen Zeitfenstern - mit zwei Minuten zum Beispiel. Zwei Minuten meditieren, zwei Minuten Jogging Schuhe anziehen, wenn du joggen willst- auch wenn du erstmal gar nicht joggen gehst! Die zwei Minuten sind aber eine psychologisch wichtige Hürde. Zwei Minuten aufräumen, Zwei Minuten einen sales call machen. Das sind deine Einstiegsroutinen, die dir helfen, mit der Zeit in einen komplexeren Routinevorgang überzugehen. Nach dem Motto: „Wenn ich eh schon dabei bin…“ Mach den Einstieg leicht, indem Du die Jogging Schuhe zusammen mit den Klamotten bereit gestellt hast, indem Du Dir den Staubsauger so hinstellst, dass Du drüberstolperst und ihn benutzen MUSST.
  • Verbinde verschiedene Aktivitäten: Wenn du Auto gefahren bist, räum gleich den entstandenen Müll raus. Wenn du geduscht hast, ziehe gleich die Duschkabine ab, wenn du gesessen hast, räum gleich das Geschirr weg. Bereite gleich nach dem benutzen alles für das nächste Mal vor.
    Was auch immer du mehr tun möchtest, bereite es vor. Morgens joggen gehen? Leg dir die Sportsachen schon abends vor dem Zubettgehen raus. Gesundes entspanntes Frühstück? Bereite es dir abends schon vor. Möchtest du Geburtstags und Glückwunsch Karten verschicken? Kauf dir mehrere präventiv so dass du zu gegebener Zeit alles gleich zur Hand hast. Bereite dich vor.
  • Vor allem das Ende einer unangenehmen, aber gesunden Routine ist wichtig und muss angenehm sein. Du kannst es Dir angenehm machen, indem Du Dir eine Belohnung aussprichst: „Wenn ich nur die Hälfte einer Mahlzeit esse, dann überweise ich mir 20 EUR auf ein Konto (für eine Jacke z. B.).“ „Wenn ich mir etwas gesundes koche überweise ich 10 EUR“ usw. (statt Geld ist auch eine Massage oder eine Yoga Stunde möglich z. B. „Wenn ich 3 x pro Woche zum Sport gegangen bin, gönne ich mir einen Kosmetik Termin“. Im Umkehrschluss: wenn du etwas nicht schaffst musst du dir eine sofortige Bestrafung ausdenken, z. B. Geld an jemanden überweisen o. Ä.

 

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