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Dopamin – die Lösung all unserer Probleme

Veröffentlicht am März 06 2020

Dopamin – die Lösung all unserer Probleme

Dopamin – die Lösung all unserer Probleme

Dopamin ist ein Neurotransmitter in unserem Gehirn. Haben wir genug davon oder ist unser Gehirn besonders sensibel für Dopamin, scheint dieses Wundermolekül die Lösung für alle unsere Probleme zu sein: Abnehmen, Erfolg, Sex, Zufriedenheit, Freundschaften, glückliche Beziehungen, einfach alles...
Dopamin aktiviert dein Selbstbewusstsein, es boostet deine Zufriedenheit und fördert deine mentalen Fähigkeiten. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Schauen wir uns das Wundermolekül mal genauer an:

Dopamin wird auf zwei Arten ausgeschüttet: einmal kurz und intensiv und einmal langsam, aber stetig. In beiden Fällen entsteht dieses angenehme Gefühl von Zufriedenheit, was häufig als Belohnungsgefühl bezeichnet wird. Das Belohnungsgefühl entsteht vor allem in einem Gehirnbereich, nämlich im mittleren Bereich unseres Gehirns: dem Striatum. Dieser Gehirnbereich ist aber nicht nur dafür bekannt, uns ein angenehmes Gefühl zu vermitteln. Weil angenehme Gefühle so toll sind, spielen Dopamin und das Striatum auch bei Suchtproblematiken eine wichtige Rolle, denn wir wollen immer mehr von dem Dopamingefühl – es ist so gut, dass man danach süchtig werden könnte. Warum werden wir dann nicht alle süchtig? Warum probieren dann nicht alle Menschen, eher den schnellen Kick zu bekommen, also durch Drogen, Alkohol, Sex oder Shoppen? Warum machen wir uns dann eigentlich die Mühe, komplizierte Aufgaben zu erledigen?

Ganz einfach: Weil Dopamin auf zwei verschiedene Arten funktioniert. Es gibt einen schnellen Dopamin-Kick und einen langsame Dopamin-Ausschüttung. Diese zwei unterschiedlichen Dopamin-Ausschüttungen haben einen großen Effekt auf unser Verhalten. Und was noch interessanter ist, sie entstehen auch auf Grund von unserem Verhalten. Die kurzen, intensiven Dopamin-Ausschüttungen entstehen immer dann, wenn du von etwas Schlechtem ausgegangen bist, aber dann überraschenderweise doch was Gutes geschieht. Also sowas wie ein Vorhersagefehler, der aber zum eigenen Vorteil geschieht. Viele praktizieren das, um nicht enttäuscht zu werden, aber auch, um diesen Dopamin-Boost zu spüren, wenn es dann doch eintritt. Aber am intensivsten ist dieser Boost tatsächlich nur, wenn man wirklich glaubt, dass etwas nicht klappt und es dann doch funktioniert. Beispielsweise wenn du davon ausgehst, den Job nicht zu bekommen und ihn dann doch bekommst. 

Wenn du jedoch erwartest, den Job zu bekommen und ihn dann auch bekommst, passiert in deinem Gehirn deutlich weniger. Doch was passiert, wenn du den Job erwartest und ihn nicht bekommst? Dann würden die Neuronen die kontinuierliche Dopaminausschüttung einstellen und du hast noch weniger als normal und bist sehr frustriert.
Dopamin signalisiert also deinen Grad von positiver oder negativer Überraschung. Dopamin ist also kein wirkliches Belohnungsmolekül, es zeigt dir nur die Differenz zwischen deiner Erwartung und der Realität. Sucht entsteht meistens, wenn man erfolglos in etwas ist, also eine negative Erwartung hat und sich dann mit einem externen Mittel (Alkohol, Sex, Drogen…) trotzdem ein unerwartetes Belohnungsgefühl verschafft. Auch da ist die Diskrepanz zwischen dem Zustand vor und nach dem Belohnungsmittel so große, dass die Dopaminwirkung voll einschlägt. Dieser Zustand hält aber nur kurz und ist nicht nachhaltig.

Die langsamen Dopamin Veränderungen hingegen wirkt wesentlich langfristiger und sie zeigt gewissermaßen deine Motivationsbereitschaft. Wie motiviert bist du für deine Arbeit, für deine Beziehung, für dein Leben! Je höher die Dopamin Konzentration in Deinem Gehirn, desto härter arbeitest du für ein Ziel und desto mehr willst du es.

Und jetzt kommt die tolle Nachricht: Die Dopamin-Konzentration in Deinem Gehirn kannst Du beeinflussen! Wie?

  1. Niedrige Erwartungshaltung

  2. Disziplin und gesunde Routinen

  3. Mut statt Vermeidung

  4. Ständig neue Dinge lernen.

  5. Unangenehmes überwinden und nicht vermeiden

  6. Sport

  7. Tageslicht

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