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Herzschmerz – habe ich die richtige Entscheidung getroffen?

Veröffentlicht am November 01 2019

Herzschmerz – habe ich die richtige Entscheidung getroffen?

Herzschmerz - habe ich die richtige Entscheidung getroffen?

Die Tür fällt ins Schloss, der Hörer wird aufgelegt, der andere schließt die Augen und dreht sich enttäuscht und bitter weg. Trennung tut weh und das Herz blutet. Entscheidungen wie diese sind so schwer, weil sie sich gleichzeitig falsch und richtig anfühlen. Instinktiv spürt man, dass man sich trennen muss, von einer Sache, einem Job, einem Menschen, aber doch tut es so höllisch weh. Diese Entscheidungen sind nie schwarz weiß, denn alles hat eine gute und eine schlechte Seite. Alles hat Vor- und Nachteile. Jeder Mensch hat gute und gleichzeitig schlechte Eigenschaften.

"Manchmal musst du eine Entscheidung treffen, die deinem Herzen wehtut, die aber deine Seele heilt." 

Wenn man sich nun von den negativen Eigenschaften trennt, kann man die positiven nicht einfach behalten. Man muss auch sie zurücklassen. Das ist gewissermaßen der Preis, den man zahlt, um von den negativen Seiten loszukommen. Die erste Phase bis zur Trennung, ist die Phase der Irritation. Da fallen einem Dinge auf, die einen stören, aber man traut sich nicht das anzusprechen, weil es zu kränkend wäre oder man nicht die richtigen Worte findet. Man fängt an mehr und mehr auf diese Dinge zu achten. Im Job wären das möglicherweise die nervigen Kollegen, die Unzufriedenheit mit dem niedrigen Gehalt, oder die Überlastung durch zu viel Arbeit. In einer Beziehung wäre das eine Unzufriedenheit mit einer Verhaltensweise am Partner – oder an einem selbst – man mag sich nicht mehr wie man mit diesem Menschen geworden ist.

Eigentlich ist das die Phase der Sehnsucht und der unausgesprochenen Wünsche. Man wünscht sich einen netteren Umgang mit den Kollegen, mehr Geld oder mehr Zeit und Ruhe für ausgewähltere Projekte. In der Partnerschaft wünscht man sich meistens mehr Intimität, Vertrauen und Nähe. Die Trennungsphase kommt, wenn man diese Wünsche nicht zum Ausdruck zu bringen kann, um vielleicht gemeinsam einen Weg zu finden. Dazu bedarf es viel Mut, Selbstreflexion, Verletzlichkeit und Kommunikationsfähigkeit. Wenn das fehlt, dann bleibt meisten nur die Trennung. Sobald man innerlich an diesem Punk (=Phase II) angekommen ist, setzt die Ambivalenz ein. An einem Tag weiß man, dass man sich unbedingt trennen muss und am nächsten Tag sieht man all die schönen Dinge und ist überzeugt, dass man unbedingt zusammenbleiben müsste. Meistens korreliert das mit dem emotionalen Zustand, in dem man sich gerade selbst befindet. Aber genau das ist eine Unterstützung bei der Entscheidung: Wenn du dich gerade schwach und ohnmächtig fühlst und in diesem Zustand reumütig an den Job oder den Partner denkst, dann wäre die Entscheidung zu bleiben eine Entscheidung aus Abhängigkeit. Wenn du aber stark uns selbstbewusst bist und aus diesem emotionalen Zustand voller Sehnsucht an den Job oder den Partner denkst, dann spricht das eher dafür es doch noch zu versuchen.

Wenn du dich nun aber zu einer Trennung entschlossen hast, muss dir klar sein, dass du immer mal wieder starke und schwache Momente haben wirst. Dementsprechend wirst du auch nach einer Trennung deine Entscheidung immer mal wieder hinterfragen und das kann sehr schmerzhaft und anstrengend sein. Es kann dir sehr helfen, dich dabei zu beobachten und zu analysieren, wann du die Trennung mehr bereust: wenn du stark bist oder wenn du schwach bist. Wenn es für dich klar ist, dass es kein Zurück gibt, wirst du lernen müssen, dich selbst immer wieder auszugleichen, um diese Trennung zu überwinden. Vor allem in den Momenten wo man bedürftig ist und Sehnsucht nach Nähe hat. Jede Trennung ist also irgendwo auch eine Chance aus einer Bedürftigkeit herauszukommen indem man sich ein liebevolles Umfeld und liebevolle Glaubenssätze aufbaut. Wenn du dir deinen emotionalen Zustand wie eine Wippe vorstellst, dann musst du selbst schauen, dass du ihn immer wieder in Balance bringst, das kann kein anderer Mensch, Alkohol oder Essen. Nimm diese Momente bewusst wahr, sprich laut aus, was du gerade fühlst und was du dir wünscht und überlege, wie du es dir selbst geben kannst. Manchmal reicht es schon zu sagen: „Auch wenn ich traurig und alleine bin liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

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