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Keine Angst vor Diskrepanz - Auch nicht beim Sex

Veröffentlicht am September 04 2020

Keine Angst vor Diskrepanz - Auch nicht beim Sex

Keine Angst vor Diskrepanz - Auch nicht beim Sex


Beziehungen können immer wieder unterschiedlich sein. Manche Beziehungspartner passen gut zusammen, weil sie ein homogenes Paar sind, also sich (zu mindest in den richtigen Punkten) sehr ähnlich sind und daher gut mit einander harmonieren. Ander Paare finden ihre Harmonie darin, dass sie eben so unterschiedlich sind und sich gegenseitig ausbalancieren können. Dies sind die heterogenen Paare.Bei homogenen Paaren und auch bei heterogenen Paaren kann es dennoch zu Diskrepanzen kommen, da spielt die Beziehungsform keine Rolle.
Diese Diskrepanzen können in verschiedenen Bereichen auftreten: Bei verschiedenen Jobaussichten, Familienplanung oder bei alltäglichen Dingen wie z.B wenn der eine Partner lieber zu hause einen entspannten Abend machen möchte und der Andere lieber raus gehen möchte und was erleben will. Doch vorallem interessant sind Diskrepanzen im Sexleben. Wie siehen diese aus?


Dazu ein Beispiel. Stell Dir das so vor: Leo und Lina sind in einer glücklichen Beziehung. Sie beide lieben einander überalles, verbringen gerne viel Zeit mit einander, unternehmen gerne schöne Ausflüge zusammen und sind immer für einander da. Probleme haben die beiden, jedoch in ihrem Sexleben da Leo gerne zärtlichen, romantischen Sex bevorzugt wobei es viel um Liebe, Emotionen und Zuneigung geht. Lina mag es lieber beim Sex härter und empfindet es als erregend dabei Schmerzen zu empfinden durch Schlagen, Peitschen oder Demütigung. Für Leo ist es ein riesen Problem sich auf Linas wünsche einzulassen, da er diese Wünsche als “zu krass” ansieht und diese somit nicht unterstützen will. Jedoch liegt meistens der Hintergrund für sexuelle Diskrepanzen eher in der eigenen Angst. Durch die eigenen persönlichen Ängste können die Diskrepanzen teilweise nicht anerkannt werden. Doch wovor hat man Angst? Im Fall von Lina und Leo kann man klar die Angst vor dem Unbekannten erkennen. Leo hat einfach kaum Erfahrungen gemacht mit einer anderen Form von Sex die nicht innig und zärtlich ist und kann sich daher wenig auf Linas Wünsche einlassen. Ihm ist diese Form von Sex unbekannt und daher lehnt er sie lieber ab als ich mal an das Ungewisse heranzuwagen.


Man muss sich manchmal auf neue Dinge einlassen, denn Sex hat mehr Facetten als nur  hart oder zärtlich, sondern Sex kann auch mal lustig, leidenschaftlich oder entspannend sein. Man muss sich manchmal die Frage stellen vor welcher Facette man Angst hat und warum. Oft liegt es an der Nähe/Distanz Erfahrung in einer Beziehung. Man sieht in der Nähe die Distanz und andersherum. Das Nähe - Distanz Problem beschreibt einen Konflikt indem sowohl ein Verlangen nach Nähe in Form von Vertrauen, Zugehörigkeit und Mitgefühl ausgetauscht wird. Hat man dies möchte man trotzdem die Distanz um sich vor psychischen oder seelischen Verletzungen zu schützten. Durch Distanz und Abstand kann man sich stark und autonom fühlen, denn zu viel Nähe kann zu Enge und dem Gefühl keinen Freiraum zu haben führen. Daher sollte Nähe und Distanz immer im Gleichgewicht sein um eben solchen Diskrepanzen aus dem Weg zu gehen. Es ist wichtig immer klar zu kommunizieren, was man sich von seinem Partner wünscht und der Partner sollte ebenfalls dazu bereit sein sich auf neue Dinge beim Sex oder in anderen Bereichen des Lebens einzulassen oder zu mindest Mal darüber zu sprechen. Daher egal ob Du und dein Partner euch immer einig seid: Sei offen, lasse sowohl Nähe als auch Distanz zu und suche immer das Gespräch mit deinem Partner. Nur so kannst Du verhindern dass eine zu große Diskrepanz entsteht.

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