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Projektplanung nach Jahreszeiten

Veröffentlicht am November 22 2019

Projektplanung nach Jahreszeiten

Projektplanung nach Jahreszeiten

Der Herbst ist die Zeit, in der sich die Dinge langsam, aber sicher in sich zurück ziehen. Die Blätter fallen und all das, was im Frühling so kraftvoll zur Sonne hingewachsen ist, hat sich erschöpft. Die Natur braucht eine Pause und muss regenerieren. Und so wie die Natur, so brauchen auch wir Menschen diese Pause und diesen Rückzug. 

Es gibt Menschen, die erleben den Herbst als beruhigend und erdend. Sie genießen die innere Ruhe, die diese hektische Welt irgendwie langsamer werden lässt. Andere wiederum spüren in dieser Rückzugsphase im Herbst aber auch Panik. Meistens sind das die Menschen, die eh schon am Anschlag ihres Arbeitseinsatzes sind und die das Gefühl haben, mit jedem Prozent weniger an Energie in ihrem hektischen Job, nicht mehr hinterherkommen zu können. Diese Menschen haben große Angst vor dem Energierückgang, der in der Herbstzeit spürbar wird. Doch was soll man diesen Menschen raten? Noch mehr kämpfen? Eine noch bessere Zeitplanung? Noch mehr Effizienz? Irgendwann ist der Anschlag einfach erreicht und man sollte sich auch nicht durch sein Leben hindurchprügeln. Dafür ist das Leben nicht nur zu kurz, sondern auch zu schön. Wir können nicht nach mehr Nachhaltigkeit im Klimaschutz plädieren und CO2 freundliche Brötchen beim Bäcker kaufen und gleichzeitig an uns selbst energetischen Raubbau betreiben. Wir müssen lernen unsere Arbeit unserem Leben anzupassen und nicht unser Leben der Arbeit. Ein Baum fragt auch nicht, ob er seine Blätter noch ein bisschen länger behalten darf, weil es effektiver wäre auch im Winter noch Sauerstoff zu produzieren. Alles hat seine Zeit. Und die Regenerationsphase ist wichtig, denn nur dann können wir im Anschluss wieder mit voller Kraft nach draußen gehen.

Wie wäre es also, nicht nur saisonale Produkte beim Bioladen zu kaufen, sondern auch unsere Projektplanung saisonal zu gestalten. Vielleicht wären wir effektiver, vielleicht aber auch nicht. Aber viel wichtiger wäre, dass die Projekte mit großer Wahrscheinlichkeit ökonomischer und sinnvoller wären. Sie wären durchdachter und nachhaltiger, wenn wir unsere Arbeit in die natürlichen Zyklen der Natur einplanen würden. Es würden wahrscheinlich weniger „Hauruck-Aktionen“ durchgeprügelt und kurzfristig ertragreiche aber langfristig ausbeuterische Projekte  entschieden werden.

Wie könnte so ein Arbeiten aussehen? Zunächst einmal gibt es nicht nur die vier großen Zyklen wie Frühling Sommer, Herbst und Winter, sondern auch kleinere Zyklen wie zunehmender Mond und abnehmender Mond. Schon seit jeher planen Bauern ihre Ernte, das Zuschneiden von Pflanzen und vieles mehr nach dem Mondkalender - warum sollten wir das nicht auch mit unserer Arbeit so tun. Unser kompletter Körper ist auf den Mond eingestellt. Der Mond bewegt nicht nur das Wasser in den Gezeiten, sondern er beeinflusst auch unsere Energie. Wir haben also eine innere Flut und eine innere Ebbe. In der zunehmenden Mondphase steigt unsere Energie und sie nimmt nach dem Vollmond wieder ab. Dementsprechend können wir arbeitsintensivere Zeiten eher in die Tage einplanen, in denen der Mond voller ist und die kreativeren oder ruhigeren Phasen um Neumond herum. Im Frühling ist eher die Zeit für große Ideen, kreative Impulse und Neustart von Projekten. Dort "säen" wir neue Projekte. Der Sommer ist gut zum strukturierten, gleichmäßigen Arbeiten und Pflegen der Projekte. Nach der Sommerpause beginnt dann langsam die Erntezeit. Dort zahlt sich die Investition in die Projekte dann aus und im Winter ist Zeit zur Innenschau. Dort werden dann Analysen gemacht, wie das Projekt gelaufen ist, Fehler hinterfragt und nach Verbesserungen Ausschau gehalten. In dieser Phase ist es aber auch wichtig, unserem Unbewussten Zeit zum Verarbeiten zu geben, zur Ruhe zu kommen und zu regenerieren. Unser Unbewusstes ist eine gewaltige Kraft, der wir ebenfalls Zeit und Raum geben müssen, denn dort entstehen die neuen Projekte. Dort, tief unten in der Erde wächst der Keim heran, der dann im Frühling durch den Boden hindurch wächst, um mit einer spannenden neuen Idee ans Licht zu kommen.

 

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