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Was ist Deine Abnehm-Persönlichkeit

Veröffentlicht am August 27 2019

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Was ist Deine Abnehm-Persönlichkeit

Wir wollen einen tollen Körper, aber wir wollen meistens nicht das nötige dafür tun. Wir wollen abnehmen, aber können uns nicht überwinden die nötigen Verhaltensweisen umzusetzen. Denn meistens wollen wir nicht das Verhalten per se sondern das Resultat davon. Das wäre in etwa so, als würde man sagen: „Ich will Arzt werden, aber ohne das komplizierte und anstrengende Studium.“ Damit sich etwas ändert, muss sich etwas in uns ändern. Wir brauchen einen neuen Persönlichkeitsanteil, dessen Verhalten dazu führt, dass wir abnehmen, Arzt werden oder mehr Sport machen. Meistens fokussieren wir viel zu sehr auf das Ziel, als auf den Prozess und genau das wird uns zum Verhängnis, denn ohne den Prozess erreichen wir das Ziel nicht. Es reicht einfach nicht, es nur zu wollen.

Nicht abnehmen, sondern eine Sportlerin werden. Nicht schreiben, sondern eine Schreiberin werden. Nicht aufhören zu rauchen, sondern Nichtraucher sein... Mit Stolz die Rolle einnehmen, die man sein will. Überlege Dir, welche Facetten Du für das erreichen Deiner Ziele brauchst. Wenn Du abnehmen willst, brauchst Du die Sportlerin, die Kochin, die Frühaufsteherin und etwas weniger von der Fernsehguckerin, der Fastfoodesserin und der Aufschieberin. Setze Dich mit den neuen und zum Abnehmen wichtigen Facetten intensiv auseinander und frage Dich in jeder Situation, was jede einzelne der neuen Facetten jetzt tun würde. Was würde z.B. die Sportlerin jetzt tun? Wofür würde sich die Sportlerin in mir entscheiden: Couch oder Fitness? Wenn Du vor dem gedeckten Buffet stehst: wie würde die Sportlerin sich entscheiden? Sie würde ihren Fokus vermutlich auf andere Dinge legen als auf Essen. Sie würde wohl eher anderen Leuten von ihrer neuen Ernährung oder dem Training erzählen, oder sie würde – je nach Situation – an eine andere innere Facette abgeben: die Geschäftsfrau oder vor welchem Buffet auch immer Du Dich gerade befindest. Aber in den wichtigen Trigger Situationen kann es sehr hilfreich sein, sich immer wieder vor Augen zu führen, wie die neuen Facetten damit umgehen würden.

Aber auch da gibt es sicherlich immer wieder Situationen, wo das schwer ist, oder wo die Aufschieberin kommt und sagt: „Der Tag war so hart und anstrengend – ich habe mir Couch und Chips verdient.“ Das sind die s.g. Triggermomente, wenn man sich schwach und willenlos fühlt. Aber versuche genau in diesen Momenten die Sportlerin auf den Plan zu rufen und sie zu fragen, was sie jetzt in so einer Situation tun würde. Es kann sein, dass sie sagt: „Du musst ja nicht gleich einen Marathon laufen, aber ein 30 minütiger Spaziergang, um den Kopf frei zu bekommen ist wirklich kein Problem.“ Es wird immer wieder diese inneren Kämpfe geben und es wird auch immer wieder Tage geben, an denen die Sportlerin, die Köchin oder eine andere Deiner gesunden Facetten diesen inneren Kampf verlieren wird. Aber geh dann nicht zu hart mit Dir ins Gericht. Lies Dir lieber noch die kurze Indianer-Weisheit dazu durch:

Erzählt ein alter Indianer-Häuptling seinem Sohn am Lagerfeuer: „Weisst Du Sohn, manchmal ist es so, als ob zwei Wölfe in meiner Brust kämpfen.“ Der Sohn wundert sich und weiß nicht genau, was sein Vater damit meint. Aber er ist neugierig und fragt: „Und? Welcher Wolf wird gewinnen?“ Da sagt der Vater: „Den, den ich füttere.“

Du fütterst Deine zwei Seiten in Dir – lass es wie in einem guten Film das Gute und das Böse sein. Und du fütterst sie mit Deinen Worten, Deinen Gedanken und natürlich Deinen Taten. Um ein gesünderes Leben zu führen, wirst Du Deinen gesunden Facetten viel mehr Aufmerksamkeit geben müssen als Du es bislang getan hast. Du wirst jeden Tag etwas mehr positives über dich und Deinen Körper denken müssen. Du kannst denken: „Ich schaff das nicht“ und fütterst dadurch die Aufschieberin, oder Du kannst denken „Ich schaff das schon irgendwie“ und Du fütterst die Positive und Starke. Stärkende und selbstliebende Worte zu finden ist trainingssache und jeden Tag wird es etwas besser werden. Ein wichtiger Unterschied ist, wenn Du statt „Ich muss jetzt xxx tun“ sagst: „Ich will jetzt xxx tun.“ Und natürlich sagen Deine Taten und Alltagsroutinen auch sehr viel über das, was Dir wichtig ist und wie Du Dich forderst und förderst.

Deine Identität ist flexibel und wandelbar. Deine Identität ist was du regelmäßig machst, tust und denkst.

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1 Kommentar

  • Niko: September 05, 2019

    Was für wunderbar motivierender Text!

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